1. Entstehung und Weiterentwicklung

Unser Pflegekonzept wurde durch einen Qualitätszirkel im 1. Quartal des Jahres 2008 erstellt. Im Rahmen der monatlichen Stationssitzung wurde es allen Mitarbeitern in der Pflege vorgestellt. Im Sinne PDCA Zykluses wird es bei Bedarf erweitert oder geändert. Einmal jährlich wird das Pflegekonzept im Rahmen eines Qualitätszirkels überarbeitet. Neue Mitarbeiter werden durch das Einarbeitungskonzept mit dem Pflegekonzept vertraut gemacht.

2. Leistungsbeschreibung

Unsere Einrichtung ist eine vollstationäre Altenpflegeeinrichtung ohne fachlichen Schwerpunkt. Das Leistungsspektrum umfasst die Pflege, die soziale Betreuung und die hauswirtschaftliche Versorgung. Unsere Leistungen sind detailliert im Heimvertrag hinterlegt. Wo immer es erforderlich ist, arbeiten wir nach Entscheidungen des Bewohners mit externen Leistungsanbietern zusammen (sh. Kooperationsbeziehungen).

3. Pflegemodell

Wir sehen den Bewohner unserer Einrichtung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Dabei orientieren wir uns an dem bedürfnisorientierten Pflegemodell von Frau Professor Monika Krohwinkel – Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL). Dieses Modell zeigt die Bedeutung der ganzheitlich orientierten Pflege. Die Ganzheitlichkeit des Menschen steht dabei für die wichtigen Elemente, Körper, Geist und Seele, welche in einer Wechselbeziehung mit der Umwelt stets als ganze Einheit zu sehen sind. Für unsere Bewohner gilt als Ziel die Unabhängigkeit und das Wohlbefinden, welches durch Förderung und Unterstützung der Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person und deren Angehörigen erhalten oder wieder hergestellt werden soll.

4. Pflegesystem

Um eine weitreichende Kontinuität in der Pflege und der sozialen Betreuung zu gewährleisten arbeiten wir auf der Grundlage der Bereichs- bzw. Bezugspflege. Sie steuert den Pflegeprozess und beteiligt dabei nicht nur den Bewohner selbst sondern auch seine Angehörigen und Bekannte. Die Pflegefachkraft erstellt und evaluiert die Pflegeplanung, die als pflegerische Verordnung für alle Pflegekräfte verbindlich ist. Die Pflegefachkraft wird bei der Durchführung der Pflege durch Pflegehelfer unterstützt.

5. Pflegeprozess und Dokumentation

Der Pflegeprozess als Handlungskonzept ist Grundlage unserer Pflege. Er beginnt bei der Erhebung der lebensgeschichtlichen Daten und der Anamnese schon vorher, spätestens beim Einzug des Bewohners. Das strukturgebende AEDL-Modell findet sich im Aufbau unserer Informationssammlung wieder. Durch die kontinuierliche Versorgung und Zuständigkeit der Pflegefachkraft für die Pflegeplanung ist die regelmäßige Erstellung und Aktualisierung der Pflegeplanung gesichert. Die Überprüfung der Wirkung der Pflege findet in unterschiedlichen Formen der Pflegevisite statt.

6. Personelle Ausstattung

Sämtliche Mitarbeiter der Einrichtung werden angemessen durch Fachkräfte angeleitet und durch ein Einarbeitungskonzept über die Ziele und Grundlagen der Einrichtung unterrichtet. Der Fachkraftanteil liegt bei 50%. Die aktuelle Zusammensetzung des Personals ist der Personalübersicht zu entnehmen. Durch die Pflegedienstleitung wird die Personalausstattung der einzelnen Wohnbereiche regelmäßig überprüft und ggf. angepasst.

7. Räumliche Ausstattung

Das ursprüngliche Matthias-Claudius-Haus wurde 1969 erbaut, 1986 erfolgte ein Anbau, der sogenannte Neubau. Zurzeit wird ein neues Pflegheim auf dem selben Standort gebaut. Der 1. Bauabschnitt wurde im Februar 2016 in Betrieb genommen mit insgesamt 56 Einzelzimmern. Die Fertigstellung des 2. Bauabschnittes ist für Ende 2017 mit 44 Einzelzimmern geplant.

8. Sachliche Ausstattung

Die sachliche Ausstattung der Einrichtung orientiert sich am aktuellen Stand des Wissens und der Struktur unserer Bewohner. Sie wird regelmäßig durch die Pflegedienstleitung überprüft. Sämtliche Verbrauchsmaterialien werden zentral verwaltet und sind auf Abruf zu beziehen. Der aktuelle Stand an Pflegehilfsmitteln und Hilfsmitteln ist der Übersicht Pflegehilfsmittel zu entnehmen.

9. Innerbetriebliche Kommunikation

Pflege und Betreuung heißt immer auch Kommunikation. Die Kommunikationsstrukturen für die regelmäßige Besprechung ist in einer Übersicht dargelegt. Die Struktur wird mindestens einmal jährlich durch den Qualitätsbeauftragten überprüft.
Wichtig ist dabei zu prüfen, ob alle Informationen alle relevanten Bereiche bzw. Personen erreichen. Neben festen Terminen für den Informationsaustausch und die Bearbeitung relevanter Themen werden zusätzlich folgende Instrumente der Informationsweitergabe genutzt: Aushänge, monatliche Teamsitzungen, Mitarbeiterinformationsordner und bewohnerbezogen vor allem die Pflegedokumentation.

10. Qualitätssicherungssystem

Das Matthias-Claudius-Haus arbeitet nach den MDK-Richtlinien zur Qualitätssicherung nach § 80 XI Sozialgesetzbuch und § 112 bis 114 XI Sozialgesetzbuch.

11. Kooperationsbeziehungen

Wir unterhalten enge Kooperationsbeziehungen zu den Ärzten der Bewohner. Unbeeinflusst vom freien Wahlrecht haben wir Empfehlungspartner in folgenden Bereichen: Apotheke, Sanitätshaus, Fußpflege, Friseur, Logopädie, Krankengymnastik. Vertraglich festgelegte Kooperation haben und unterhalten wir mit der Engel-Apotheke, Inkontinenzlieferant - Illensseer, Wäscherei - Buchholz, Catering - Essig.